Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Rechtsextremismus

 

 

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Förderung ab 2011

 

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Kontakt und Impressum siehe Koordinierungsstelle

 


 

Lokaler Aktionsplan


 

Lokaler Aktionsplan für die Stadt Suhl 

Lokaler Aktionsplan für die Stadt Suhl im Rahmen des Bundesprogramms „Vielfalt tut gut“ („Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“)

 

Zielsetzung:

 

Mit dem Lokalen Aktionsplan „Suhl bekennt Farbe“ beteiligt sich die Stadt Suhl mit einer breiten Palette an lokalen Akteuren am Bundesprogramm „Vielfalt tut gut“. Ziel des Programms ist es, mit zielgerichteten Präventionsstrategien die Zivilgesellschaft zu stärken und demokratische Werte zu vermitteln und zu leben. Der lokale Aktionsplan „Suhl bekennt Farbe“ setzt dabei auf die Vernetzung vorhandener Angebote und Leistungen sowie der Entwicklung eines gewaltfreien von Vielfalt geprägten Zusammenlebens in der Stadt.

 

Die vom Bund zur Verfügung gestellten Mittel in Höhe von jährlich 100.000 € sollen dazu dienen, tragfähige/selbsttragende Strukturen mit einer Vielzahl von Präventivmaßnahmen mit nachhaltiger Auswirkung bei den ausgewählten Zielgruppen zu schaffen, die auch nach Auslauf des Programms weiter tätig sind.

 

Suhl bekennt Farbe

 

Ziele:

 

Der lokale Aktionsplan der Stadt Suhl ist auf die Vernetzung aller Leistungen, Angebote und Partner für die Entwicklung eines demokratischen, gewaltfreien Miteinanders ausgerichtet. 

Leitziel 1:

Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit sind sensibilisiert und äußern und bekennen sich offen und entschieden zu einem politik- und stadtübergreifenden gemeinsamen und engagierten Handeln für Toleranz, gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit.

Mittlerziel:

1.   In der Stadt Suhl werden tragfähige/selbsttragende Strukturen (Bündnis/Netzwerk) in Überprüfung bereits vorhandener Strukturen geschaffen, die ein koordiniertes Handeln in der Stadt Suhl ermöglichen.

2.   Die Arbeit des Bündnisses ist geprägt von Verbindlichkeit, Agieren statt reagieren und Offenheit im Umgang mit allen demokratischen Kräften in der Stadt Suhl.

3.   Für die Arbeit des Bündnisses sind umgehend tragfähige und effiziente Informationsstrukturen geschaffen, die strategische und kurzfristige Entscheidungen ermöglichen.

Handlungsziele:

  1. Es existiert bis Ende 2007 ein Bündnis/Netzwerk für Toleranz, welches sich intensiv mit nachhaltigen präventiven Strategien für die Entwicklung eines demokratischen und gewaltfreien Miteinanders der Zielgruppen einsetzt.

  1. Zur Unterstützung des Bündnisses ist die Koordinierungsstelle im Jugend- und Sportamt kurzfristig arbeitsfähig zu machen, langfristig zu sichern und in ihrer Tätigkeit von allen Verantwortungsträgern zu unterstützen.

  1. Die Öffentlichkeitsarbeit für den LAP ist unter Einbeziehung vorhandener Ressourcen (Internetseite Netzwerk gegen Gewalt) zu optimieren, regelmäßig Pressemitteilungen/Veröffentlichungen im Amtsblatt zu erstellen. Die Herausgabe eines Newsletters ist zu prüfen.

Leitziel 2:

Die Zielgruppen (Kinder und Jugendliche, Migranten und Multiplikatoren) verfügen über soziale Kompetenzen, lehnen Gewalt und  Diskriminierung ab.

Mittlerziele:

  1. Kinder und  Jugendliche verfügen über Demokratieverständnis und können erlernte zivile Konfliktlösungsstrategien anwenden.

  1. Multiplikatoren (insbesondere Sozialarbeiter, Jugendbetreuer und Lehrer) verfügen und vermitteln Demokratieverständnis und unterstützen  zivile  Konfliktlösungsstrategien unter Nutzung der regionalen Ressourcen.

  1. Sozialarbeiter  verfügen über interkulturelle Kompetenzen, um gezielt mit Migranten arbeiten  zu können.

  1. Alle Angebote und Projekte sind zielgruppenorientiert, ressourcenorientiert und nachhaltig angelegt.

Handlungsziele:

  1. Innerhalb des Aktionsplanes (Phase 1) werden flächendeckend für Multiplikatoren Schulungen und Trainings zur Erhöhung der Fähigkeiten demokratischen Handelns und Umgang mit Konflikten angeboten und umgesetzt.

  1. Alle Maßnahmen der außerschulischen Bildung in der Stadt Suhl sind auf den besonderen Förderschwerpunkt der Vermittlung von Demokratieverständnis und Toleranz hin zu überprüfen und eine Förderung innerhalb der Richtlinie „Kommunaler Jugendplan“ davon abhängig zu machen.

  1. Die Sozialarbeiter eignen sich interkulturelle Kompetenzen in geeigneten Maßnahmen/Schulungen an.

  1. Kinder und Jugendliche eignen sich in kontinuierlich stattfindenden, methodisch auf die Zielgruppe abgestimmten Trainings soziale Kompetenzen und Demokratieverständnis an.

 

Zielgruppen des Lokalen Aktionsplanes:

Als Zielgruppen von Einzelmaßnahmen und Projekten sollen vorrangig angesprochen werden:

Kinder und Jugendliche

* frühzeitige Prävention und die Vermittlung sozialer Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen führen zu selbstbewusstem, selbstbestimmten Handeln

Migranten

* die Förderung von interkulturellem Lernen und einer kulturellen Vielfalt in Suhl ist durch die aktive Einbeziehung von Migranten in den Lokalen Aktionsplan zu realisieren, das bestehende Netzwerk für Integration ist dabei ebenfalls zu beteiligen

Multiplikatoren (Sozialarbeiter, Lehrer/Schule, Jugendbetreuer)

* Akteure, die mit der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen betraut sind, sind für diese Aufgabe nachhaltig und zielgruppenspezifisch zu qualifizieren, um demokratisches Handeln zu fördern und dem Alltagsrassismus zu begegnen

 

 

Strukturelle Maßnahmen des LAP:

 

 

Koordinierungsstelle                                                  ( zur Koordinierungsstelle )

 

Die Koordinierungsstelle steuert und begleitet die Erstellung, Umsetzung und Fortschreibung des Lokalen Aktionsplanes, berät und begleitet den Begleitausschuss, wirkt im Ämternetzwerk mit, berät die Projektträger, verwaltet die Fördermittel, realisiert die Öffentlichkeitsarbeit, den internen Kommunikationsfluss und die datenmäßige Erfassung der Projektdaten, die Erstellung der Gesamtdokumentation und gewährleistet die Zusammenarbeit mit der wissenschaftlichen Begleitung.

 

Für die Koordination des Programms wird als Koordinierungsstelle das Sachgebiet Jugendarbeit/-sozialarbeit/-schutz des Jugendamtes der Stadt Suhl benannt. Die erforderliche rechtsverbindliche Unterschriftsberechtigung für das Programm wird auf die Sachgebietsleiterin, Frau Schmidt übertragen.

 

Ämternetzwerk

 

Das Ämternetzwerk trägt in der Stadt Suhl die Verantwortung für die Entwicklung, Umsetzung und Fortschreibung des Lokalen Aktionsplanes. Als federführendes Amt wird das Jugend- und Sportamt festgelegt. Als Ämternetzwerk wird das bereits bestehende Netzwerk gegen Gewalt (Lenkungsgruppe) neu aktiviert, um vorhandene Ressourcen zu nutzen, evt. weitere Ämter sind einzubeziehen.

 

Derzeitige Mitglieder:

 

Bürgermeister

Gleichstellungs- und Ausländerbeauftragte

Ordnungsamt

Jugend- und Sportamt

Schulamt

Polizeiinspektion

Jugendhilfeausschuss

IHK

 

 

Begleitausschuss

 

Der Begleitausschuss besitzt die zentrale Steuerungsfunktion für die Umsetzung und Fortschreibung des Lokalen Aktionsplans. Der Begleitausschuss entscheidet auf der Basis der Zielstellungen des Lokalen Aktionsplans über die Förderung von Einzelprojekten.

 

Bei der Zusammensetzung des Begleitausschusses ist neben dem Gender Mainstreaming die vorrangige Besetzung mit Akteuren/Vertretern der Zivilgesellschaft und der Zielgruppen zu beachten.

 

Der Begleitausschuss der Stadt Suhl setzt sich wie folgt zusammen:

 

Bürgermeister, Herr Lamprecht

Leiterin der Koordinierungsstelle, Frau Schmidt

1 Vertreter Schule

1 Vertreter Dachverband der Jugendverbandsarbeit (einschl. Sportjugend), Stadtjugendring Suhl e.V.

Frau Wiedemann, Galeristin

1 Elternvertreter Schulen

1 Schülervertreter Schulen

2 Bürger/über Wohngebietsbeiräte/Ortschaftsräte

1 Vertreter der Kirchen

Gleichstellungs- und Ausländerbeauftragte, Frau Rudnick

1 Vertreter Jugendhilfeausschuss

1 Vertreter Netzwerk für Integration

1 Bürger mit Migrationshintergrund

                                                                

14 Mitglieder                                            ( Vertreter des Begleitausschuss )

 

 

Ablauforganisation

 

Öffentlichkeitsarbeit

 

Die Öffentlichkeitsarbeit wird durch die Koordinierungsstelle realisiert, dazu wird die bestehende Internetseite des „Netzwerkes gegen Gewalt“ durch die Koordinierungsstelle übernommen, gepflegt und finanziert. Die Koordinierungsstelle ist durch die AG Öffentlichkeit/Amtsblatt/Homepage zu unterstützen. Regelmäßig werden Presseinformationen erstellt, die Erstellung eines Newsletters wird geprüft.

 

Interne Kommunikation:

 

Für die interne Kommunikation innerhalb des Ämternetzwerkes sind geeignete Informationswege innerhalb des Kommunikationsnetzes der Stadt Suhl zu nutzen und weiter auszubauen. Der Begleitausschuss sowie der Jugendhilfeausschuss sind aktuell mit den nötigen Informationen zu versorgen.

 

Evaluation/Qualitätssicherung:

 

Die Projekte innerhalb des Lokalen Aktionsplanes sind von den Trägern zu evaluieren und entsprechend zu dokumentieren.

Für die Gesamtbewertung der Nachhaltigkeitseffekte der Maßnahmen im LAP sind geeignete Instrumentarien der Qualitätssicherung im Begleitausschuss festzulegen. Durch die Koordinierungsstelle werden Fragebögen für die in den Einzelprojekten einbezogenen Zielgruppen erstellt, die für die Gesamtdokumentation ausgewertet werden.

 

Der gesamte Programmverlauf wird durch die Koordinierungsstelle dokumentiert.

 

Ansprechpartnerin:   Lokale Koordinierungsstelle

 

Sabine Schmidt

Jugend- und Sportamt der Stadt Suhl

Sachgebietsleiterin Jugendarbeit/-sozialarbeit/-schutz

Friedrich- König- Straße 42

98527 Suhl

 

Telefon: 03681/ 74 25 36

Fax:     03681/ 74 25 42

Mail:

 

 

 

Gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN“